MOSTHEURIGE IN FLATZ

 
 
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  Die ersten Heurigen wurden bereits um das Jahr 1935 abgehalten. Herr Pürzl Johann, früher Flatz 10 (heute Fam. Grashofer, Toniwirtgasse 1) mit einem Mostheurigen und Herr Posch Johann früher Flatz 5 (heute Reprowsky, vorm.Losgott, Bründlgasse 12) mit einem Weinheurigen waren die Vorreiter. Unterbrochen durch den 2. Weltkrieg fanden die Heurigen erst wieder um 1948 ihre Fortsetzung. Sie wurden immer beliebter. Sowohl Bauern-, als auch Arbeiterfamilien entdeckten die Heurigen als zusätzliche Einnahmequellen. In den folgenden Jahren wurden von verschiedenen Familien Mostheurige abgehalten. Anfangs wurden die Heurigen meist in der Küche und in ausgeräumten Zimmern der Häuser abgehalten. Erst später spezialisierten sich Manche und errichteten entsprechende Lokalitäten. Auch das Speisenangebot war anfangs eher bescheiden. Geselchtes und Schmalzbrot waren die einzigen Speisen. Erst im Laufe der Zeit benutzte man Speisekarten, wo verschiedene Spezialitäten zur Auswahl standen (Luftgetrocknetes, Bretteljause usw.).

Aichberger Josef, Flatzertalgasse 2 (früher Flatz1)
Blümel Ernst, Flatzerstrasse 135 (Flatz 4)
Glatzl Franz, Flatzerstrasse 136 (Flatz 31)
Gloggnitzer Franz, Wandgasse 2 (Flatz 20) u. Flatzerstrasse 143
Greiner Anton, Wandgasse 6 (Flatz 18) + Wein
Hainfellner Johann, Wandgasse 10 (Flatz 16)
Pinkl Johann, Flatzerstrasse 142 (Flatz 23)
Pinkl Josef, Flatzerstrasse 139 (Flatz 8)
Postl Friedrich Gössinggasse 31 (Flatz 39) u. Gösinggasse 55 (Flatz 49) GH
Posch Josef, Wandgasse 12 (Flatz 15)
Reiterer Franz Gösinggasse 21 (Flatz 54) u. Gasthaus
Sagmeister Friedrich, Falterweg 4 (Flatz 45)
Scheibenreif Anton, Flatzerstrasse 122 (Flatz 27)
Scheibenreif Johann, Flatzerstrasse 187
Scheibenreif Leopold, Flatzertalgasse 1 (Flatz 28) + Ribiselwein
Weninger Franz, Flatzerstrasse 140 (Flatz 24) und Vosl Johann
Wernhart Karl, Egeregasse 6
Windbacher Ernst (Waldbauer), Gösinggasse (Flatz 14)
Zeisl Alfred, Ausschank im Hause Scheibenreif, Bründlgasse 10 (Flatz 6)
sowie in Reith bei Fam. Scheibenreif Alois Reither Strasse 54 (Reith 5)
und Schwarz Peter Reither Strasse 49 (Reith 3)

Da aber das Arbeitspensum ( weniger Familienangehörige ), sowie die Auflagen der Ämter (Kühlräume, WC, usw.....) immer mehr wurden, flaute der Bumm der Heurigen immer mehr ab. Sie wurden von Jahr zu Jahr immer weniger. Nun im Jahre 2006 sind nur mehr 3 Buschenschänke übrig

 
 
Text und Bild Pinkl Bert